Häufige Fragen
Kurze Antworten zu Technologie, Anlage und Projektstand.
Was macht Cairos?
Cairos entwickelt eine katalytische Methanisierungsanlage, die aus Biomasse-Synthesegas, Biogas, Klärgas oder CO₂ zusammen mit erneuerbarem Wasserstoff erneuerbares Methan erzeugt. Das Methan kann ins bestehende Gasnetz eingespeist und wie Erdgas genutzt werden. Cairos ist ein Spin-off-Vorhaben der Montanuniversität Leoben.
Was ist Methanisierung?
Methanisierung ist ein chemischer Prozess, bei dem Kohlenmonoxid und Kohlendioxid an einem Katalysator mit Wasserstoff zu Methan reagieren. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas. Erneuerbares Methan kann deshalb dieselben Leitungen, Speicher und Geräte nutzen.
Welche Eingangsgase kann die Anlage verarbeiten?
Vergasungsgas und Pyrolysegas aus Biomasse mit Wasserdampf oder Wasserstoff sowie Biogas, Klärgas und CO₂ jeweils mit erneuerbarem Wasserstoff.
Was ist der Unterschied zwischen Bio-SNG und Renewable Natural Gas (RNG)?
Bio-SNG (Synthetic Natural Gas) entsteht aus fester Biomasse wie Holzresten oder Stroh, die zuerst zu Synthesegas vergast oder pyrolysiert wird. Renewable Natural Gas (RNG) entsteht aus Biogas, Klärgas oder CO₂ zusammen mit erneuerbarem Wasserstoff. Beides ist erneuerbares Methan und kann wie Erdgas genutzt werden.
Braucht es eine CO₂-Abtrennung?
Das hängt vom Weg ab. Mit Biomasse-Synthesegas und Wasserdampf (Lösung 1) wird das CO₂ nach der Methanisierung abgetrennt, zum Beispiel per Membrantrennung oder Aminwäsche. Wird erneuerbarer Wasserstoff zugegeben (Lösung 2), wird auch das CO₂ zu Methan umgesetzt, und das Gas erreicht die Netzqualität ohne CO₂-Abtrennung.
Wie groß ist die Anlage?
Ein Modul erzeugt 2 MW erneuerbares Methan, das sind rund 210 Nm³ pro Stunde. Die Verfahrenstechnik steckt in zwei 20-Fuß-Standardcontainern, Reaktor und Rückkühler sind außen angebaut. Mehrere Module lassen sich kombinieren, etwa zu 4 oder 6 MW.
Ist die Technologie schon erprobt?
Ja. Cairos hat drei Anlagen mit 2, 20 und 200 kW betrieben. An der 200-kW-Pilotanlage in Bruck an der Leitha wurde aus Biogas und Wasserstoff erneuerbares Methan in Einspeisequalität erzeugt. Die Validierung mit realen teerhaltigen Pyrolyse- und Vergasungsgasen läuft.
Was passiert mit der Reaktionswärme?
Bei der Methanisierung wird Wärme frei. Ein Thermalölkreis führt sie aus dem Reaktor ab und macht sie nutzbar. Je nach Eingangsgas stellt ein 2-MW-Modul zwischen 208 und 513 kW nutzbare Wärme bereit.
Ist die Technologie geschützt?
Die Technologie ist zum Patent angemeldet.
Wie nehme ich Kontakt auf?
Schreiben Sie uns an office@cairos-energy.com. Wir freuen uns über Anfragen von Projektpartnern, Anlagenbetreibern, Förderstellen und Investoren.